Brauchst du Stabilität im Golfschwung?

Kai Fusser Fitness for Golf

Ich habe Kai Fusser vor einigen Jahren in Florida bei einem Besuch der Annika Golf Academy kennen gelernt. Seitdem stehen wir in einem regelmäßigen Kontakt und Austauch. Für den Golf-Fitness-Summit konnte ich Kai als Referent gewinnen.

Umso mehr freue ich mich, dass er dir heute seine Idee von Stabilität im Golfschwung vermittelt und natürlich auch gleich eine Übung für dein Golf-Fitnesstraining zeigt. Wenn du Kai einmal live erleben möchtest, dann kannst du das bei einem seiner Seminare in Deutschland tun. Es lohnt sich auf alle Fälle.

Jetzt aber viel Spaß mit Kai und seinen Ideen zu Stabilität im Golfschwung.

„Up & Down“
Dein Fabian

Brauchst du Stabilität im Golfschwung

von Kai Fusser (Dipl. Ing.)

Man könnte sagen, das sei eine dumme Frage, da sich doch heutzutage fast alles um Stabilitäts- und Fitnessübungen für den Golfschwung dreht. Alle Golfmagazine sind voll davon. Denk nur an all die Stabilitätsübungen wie z.B. die Planke, wobei richtig fest stabilisiert wird, fest gedrückt und gut festhalten wird.

Immer locker bleiben

Stabilität im Golfschwung

Stabilität im Golfschwung – die Planke

Dabei soll doch der Golfschwung schön locker mit “freiem Fluss” durchgeführt werden. Ich bin mir sicher, das hat dein Trainer schon einmal zu dir gesagt. Denken wir mal an das Gefühl nach einem super Abschlag – der Ball fliegt gerade und dann auch noch schön weit, ein perfekter Schwung, man fühlt, dass es wirklich sehr einfach war, ganz locker. Genau dann haben wir die richtige Dosis von Stabilität im Schwung gehabt, um die Form des Schwungs zu kontrollieren, ohne die Freigabe der Energie zu beeinträchtigen. Unnötige Stabilität hält Energie im Körper zurück, anstatt diese in den Schlägerkopf weiterzuleiten. Diese Energieweiterleitung oder auch Freisetzung nenne ich “Power Flow”. Die Energie fliesst durch den Körper in das Ziel, in unserem Fall in den Schlägerkopf und dann in den Ball.

Der Golfschwung ist hier im Vergleich zu vielen anderen Sportarten eher etwas Besonderes, wobei das Verhältnis zwischen Stabilität und Energiefreisetzung sehr hoch ist. Ich schätzte, es liegt bei  2:9 (10 wäre das höchste). Das heisst, wir wollen gerade genug Stabilität, um den Schwung zu kontrollieren und dann die höchst mögliche Energiefreisetzung (eine 10 bei der Energiefreisetzung wäre dann den Schläger loszulassen) zu erreichen. Anders wäre das z.B. beim Gewichtheben. Dabei starten wir mit einer hohen Stabilität im Körper, gefolgt von einer sehr hohen Freisetzung der Energie, damit die Langhantel “fliegen” kann und wir darunter kommen, um dann die Langhantel wieder mit höchster Stabilität über dem Kopf zu stabilisieren. In diesem Fall ist das Verhältnis ca. 9:9.

Dieses Gegenspiel zwischen Stabilität und Energiefreisetzung ist sehr wichtig für die Weiterleitung produzierter Energie in das Zielinstrument wie z.B. Golfschläger, Tennisschläger oder für das Fortbewegen des Körpers z.B. nach vorne wie im Sprint oder nach oben wie im Hochsprung. Jedoch ist diese Freistzung der Energie auch sehr wichtig zur Präventation von Verletzungen.  Die Energie muss raus aus dem Körper, um Überbelastungen zu vermeiden.

Beispiele

Für mich ist Roger Federer das beste Beispiel. Wer ihn schon einmal hat Tennis spielen sehen, der konnte bestimmt gut erkennen, wie die Energie aus seinen Bewegungen fliesst. Rafael Nadal könnte  leider als negatives Gegenbeispiel dafür genommen werden –   von vielen Verletzungen geplagt. Weitere positive Beispiele für den Energiefluss wären Lionel Messi, Muhammed Ali und Michael Jordan. Im Golfsport würde ich „The Big Easy“ Ernie Els, Bubba Watson, Annika Sorenstam und Amy Yang als positives Beispiel sehen. Im Gegensatz zu Tiger; wir kennen seine Folgeverletzungen…

Der Mix macht es

Natürlich müssen wir Stabilitätsübungen durchführen. Jedoch speziell für Golf sollten wir nicht zu viel “festhalten”, denn sonst bringen wir dem Körper genau dieses „Festhalten“ bei. Also sollten wir dieses Zusammenspiel zwischen Stabilisieren und Freisetzen während des Trainings immer integrieren. Denn unser Körper möchte am liebsten immer das wiederholen, was er am häufigsten macht.

Ein Beispiel für einen Mix aus Stabilität und Energiefreisetzung für dein Golf-Fitnesstraining wäre in diesem Fall die stabile Planke für einige Zeit halten und anschließend gleich ein paar lockere Schwünge vor dem Spiegel durchzuführen oder auch ein Gewicht locker wie ein Pendel zu schwingen.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß im Gym und danach auf dem Golfplatz mit einem starken „Power Flow“! Und vielleicht sehen wir uns bei einem meiner Seminare in Deutschland. Ich würde mich sehr freuen!

Dein Kai

Mehr Info zu Kai und viele weitere Fitnesstipps von ihm findest du auf seiner Website.

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