7 mentale Golf-Strategien um 2019 durchzustarten (Teil 2)

Teil 2 der mentalen Golf Strategien für 2019.

Wenn dein Kopf für dein Golfspiel so wichtig ist, was tust du dann dafür?

Diese Frage habe ich schon so vielen Golfern gestellt. Irgendwie wissen wir das ja mit der Wichtigkeit des mentalen. Aber was muss ich konkret tun, um diese Konstanz und Gelassenheit in meinen Schwung zu bekommen?

Mit dem zweiten Teil des Artikels schaffen wir noch mehr Licht ins dunkle und geben dir konkrete Tipps für deine Runde an die Hand.

Viel Spaß damit.

#4: Turniermodus vs. Trainingsmodus

Spielst du auf der Runde im „Technik-Modus“ (Trainingsmodus) oder Turniermodus. Wie du in #1 schon erfahren hast, ist der Fokus auf das Endergebnis absolut entscheidend. Gewinner sind immer im Turniermodus. Dieser bringt weitaus konstantere Resultate.

Im technischen Modus liegt der Fokus auf der Technik. So spielen die meisten Leute Golf. Hier der Schläger, so der Griff, achte auf die Hüfte und den Ellenbogen, genau jetzt strecken. Natürlich ist das wichtig und, gerade wenn sich Fehler eingeschlichen haben, unabdingbar. Sich wiederum in einem Turnier oder auf der Runde auf diese technischen Details zu fokussieren, verunsichert die meisten.

Gewinner gewinnen wegen dem Turniermodus

Um wirklich konstant zu spielen und zu scoren benötigen wir jedoch den Turniermodus. Hier wird überhaupt nicht auf irgendein technisches Detail geschaut, sondern nur auf das Ziel. Du hast volles Vertrauen in deinen Schwung, dokterst nicht herum und versucht ihn nicht zu kontrollieren.

Du überlässt deinem Unterbewusstsein die volle Kontrolle und fokussierst dich bei jedem Schlag einzig uns allein auf das Ziel.

Daher trainiere auch immer wieder auf der Range diesen Turniermodus. Fokus auf das Ziel und die Kontrolle über deinen Schwung abgeben. 70% Turniermodus trainieren und 30% im technischen Modus. Dann klappt es auch noch besser auf der Runde.

#5: Sei überzeugt und vertraue deinen Fähigkeiten

Selbstvertrauen ist eine (wenn nicht sogar die) der wichtigsten Eigenschaften von Sportlern und damit auch von uns Golfern. Wir dürfen lernen uns bewusst für einen Schlag zu entscheiden und dann auch zu 100% dazu zu stehen.

Was bedeutet, es nicht mehr in Frage zu stellen, sondern seinen ganzen Fokus nun auf die Ausführung und das Ziel zu setzen. Denn wir haben uns bereits entschieden und damit ist das Thema abgehakt.

Mehr Mut ist der Schlüssel

Ich erlebe viele Golfer dabei, wie sie nicht ihr volles Potential abrufen und das aus einem einzigen Grund. Sie spielen mutlos. Zögernd. Sie ziehen den Schläger nicht komplett durch. Und wahrscheinlich kannst du dir denken, was dabei herauskommt.

Sich für einen Schlag zu entscheiden ist dabei die Grundlagen des mutigen Spielens. Und das kannst auch du lernen. Jede der zuvor beschriebenen Techniken unterstützt dies.

Also entscheide dich für einen Schlag und beginne dich in ein mutiges Gefühl hinein zu versetzen. Dies kannst du bereits in deine Probeschwünge integrieren. Führe die Probeschwünge so durch, als wärst du mutig.

Fake it until you make it!

Diese Technik nenne ich „fake it until you make it“ (die „Tue-so-als-ob-Technik“). Je länger wir so tun, als würden wir uns so fühlen, desto intensiver haben wir auch dieses Gefühl.

Also: Sei mutig. Spiele mutig. Fake it until you make it!

#6: Im Hier und Jetzt bleiben

Die größten Feinde einer guten Golfrunde sind Wut, Ärger, Ängste und Zweifel. Wut über einen schlechten Schlag. Ärger über einen Flightpartner. Zweifel an seinen Fähigkeiten. Angst den Ball nicht ins Wasser oder Aus zu schlagen.

Das besondere bei diesen Emotionen ist jedoch, dass sie nur dann in uns entstehen, wenn wir gedanklich in die Vergangenheit (Wut, Ärger) oder in die Zukunft (Zweifel, Ängste) springen. Im Hier und Jetzt kommen diese Gefühle nicht vor.

Du kennst wahrscheinlich diese Situation. Du hast die 15. Bahn erfolgreich gespielt und bist auf Kurs dich richtig zu verbessern. Doch jetzt beginnt die Rechnerei im Kopf und so oft bringen wir den Score nicht „nach Hause“. Der Fokus springt in die Zukunft.

Oder du stehst am Abschlag und ärgerst dich immer noch über den einen Schlag der letzten Bahn. Der Fokus ist auf die Vergangenheit gerichtet.

Die Lösung ist ein Handlungsziel

Die Challenge ist es nun, während einer Runde möglichst viel im Hier und Jetzt zu sein. Das geht am besten, wenn ich mich auf meine Aufgaben konzentriere. Wie so eine Art ToDo-Liste, die ich abarbeite. Also weg vom Ergebnisziel und hin zu einem Handlungsziel.

Alle Elemente der drei Boxen aus #2 sind allesamt Aufgaben, die wir nacheinander abzuarbeiten haben. Das hilft uns enorm im Moment zu sein. Je öfter wir das tun und damit trainieren, desto besser gelingt es uns.

Tipp: Beginne mit dem Meditieren. Bei diesem Meditationstraining wird unser Gehirn trainiert im Hier und Jetzt zu sein. Sich auf sich zu konzentrieren. Es gibt mittlerweile viele großartige Apps, die du dafür verwenden kannst. Viele der Großen des Sports nutzen dies für sich.

#7: Die Macht der positiven Bilder

Eine Teilnehmerin meines Golf Mental Workshops kam mit der Frage auf mich zu, dass sie gerne ihr Horrorloch bezwingen wollte. Schon wenn sie den Abschlag dieser Bahn betreten hat, überkam sie dieses mulmige Gefühl. Und jedes Mal versagte sie.

Ich fragte, welches innere Bild bzw. welcher innere Film in ihr dieses Gefühl auslöst? Also an was sie konkret denkt, wenn sie auf dem Abschlag steht. Ihre Antwort war: „Ich sehe mich schon im Wald den Ball suchen.“

Ich glaube, wenn wir das alle so machen würden wie diese Teilnehmerin, dann würden auch wir auf dieser Bahn Probleme haben. Ganz viele Golfer machen sich das Leben durch die falschen inneren Bilder schwer.

Der Körper folgt dem Kopf

Sie denken nicht an das Ziel, wo der Ball hinsoll, sondern fokussieren sich auf ein „Vermeidunsgziel“. „Nicht ins Wasser schlagen. Auf keinen Fall nach rechts, da ist Aus.“. Und zack, haben wir diese Bilder im Kopf. Unser Gehirn hat für Negationen leider kein Bild im Kopf. Daher ist das Kommando: „Nicht ins Wasser schlagen = Ins Wasser schlagen“.

Die geniale Strategie, mit der du dein Gehirn immer auf das positive Ergebnis bringen kannst, ist die Frage: Was ist das, was ich will? Wohin genau möchte ich den Ball schlagen? Unser Gehirn muss uns dann die richtige Antwort liefern und damit auch die richtigen inneren Bilder.

Also habe bei jedem Schlag ein klares Bild im Kopf von deinem Ziel. Je konkreter es ist, umso besser.

Über den Autor

Stefan Kloppe ist SportsMentor & Speaker. Als Golf Mental Experte unterstützt er viele Golferinnen und Golfer dabei, endlich ihr Potential auf der Runde abzurufen und den Score „nach Hause“ zu bringen. Besonders beliebt sind seine Golf Mental Intensiv-Workshops, in denen er allen Teilnehmern die wichtigsten und effektivsten mentalen Techniken für Golfer beibringt. Der leidenschaftliche Golfer & Single Handicapper ist regelmäßig mit Tipps und Strategien im Golf Journal und der Golf Post zu finden.

Mehr Infos zur optimalen Schlagvorbereitung erhältst du hier: https://www.stefan-kloppe.de/mentale-pre-shot-routine/

P.S. Hast du Lust Stefan persönlich bei einem Golf Mental Workshop in deinem Club zu treffen, dann besuche mich auf www.stefan-kloppe.de/golf und lade dir den kostenlosen Flyer herunter

7 mentale Golf-Strategien um 2019 durchzustarten (Teil 1)

Ein Gastbeitrag vom Golf Mental Experten Stefan Kloppe

2019 hat begonnen und ich weiß nicht wie es dir geht, aber wenn ich im Fernsehen die Golfturniere in den wärmeren Regionen anschaue, dann kommt die Sehnsucht nach dem eigenen Spielen zum Vorschein.

Neben dem Bälle schlagen auf der Range, dem Training im Fitnessstudio und der Planung des Turnierkalenders für 2019 bleibt nicht viel mehr zu tun. Die gute Nachricht ist: Die Zeit spielt für uns und der Frühling kommt!

Und damit du gleich richtig durchstartest, habe ich dir 7 mentale Techniken vorbereitet, mit denen du einerseits mehr Sicherheit und Konstanz in deinem Golfspiel erlangst und andererseits konkret weißt, was du mental am Ball machen kannst.

Und los geht‘s

#1: Fokus auf das Ergebnis

Wie so oft stehen wir am Ball und versuchen an nichts zu denken. Nur geht das überhaupt? Wenn du mal ausprobierst für 30 Sekunden die Augen zu schließen und an „nichts“ zu denken, dann wirst auch du vermutlich feststellen, wie deine Gedanken permanent herumspringen.

Die Wahrheit ist, dass wir ständig denken und unser Nervensystem permanent Impulse feuert. Es geht also darum „DAS RICHTIGE“ zu denken, für einen richtig guten Golfschlag.

Die Cappuccino Strategie

Nehmen wir einmal an, dass du Cappuccino genauso liebst wie ich. Woran denkst du bei einem Cappuccino? Worauf genau richten sich deine Gedanken? Siehst du auch eine riesengroße Tasse vor deinem geistigen Auge? Genau das ist die mentale Strategie, wie wir in unserem Leben Handlungsziele erreichen. Wir konzentrieren uns auf das Endergebnis und nicht auf den Weg. Bei einer Tasse Cappuccino stellen sich alle Menschen nur die Tasse (das Ergebnis) vor und nicht den Weg, wie sie eine Tasse bekommen.

Wie im Handball, so im Golf

Im Handball habe ich damals genau die gleiche Erfahrung gemacht. Sobald ich ein Tor erzielen will, habe ich mich auf das Ergebnis konzentriert. Also wo genau soll der Ball im Tor landen. Ich habe mir überhaupt keine Gedanken über meine Armbewegung, die Rumpfdrehungen, das Timing zum Sprung oder sonst eine Bewegung gemacht. Ich habe mich nur auf das Ziel konzentriert und der Rest macht mein Körper (mein Unterbewusstsein) von allein.

Und? Kommt dir das im Golf bekannt vor? Erinnerst du dich, wie du auf guten Runden, Bahnen und Schlägen, nur auf dein Ziel (wo genau soll der Golfball landen) konzentriert warst? Der Körper hat von allein geschwungen. Dieses Gefühl des „ich habe an nichts gedacht“ stellt sich immer dann ein, wenn wir uns auf das Ergebnis konzentrieren.

Das kann sein:

Denke immer daran, was Jack Nicklaus sagte: „Egal ob im Training oder auf der Runde. Es gibt keinen einzigen Schlag, bei dem ich nicht genau weiß, wo er hin gehen soll.“.

#2: Deine MENTALE Pre-Shot-Routine

Es gibt bei der Schlagvorbereitung einen riesigen Unterschied zwischen uns Amateurspielern und den Profis. Der „Normalo“ kommt zu seinem Ball. Schaut sich die Balllage an, misst die Entfernung, wählt einen Schläger und vielleicht noch einen Schlag samt Flugkurve aus, schaut auf den Wind, macht vielleicht noch ein paar Probeschwünge, geht dann an den Ball und haut drauf. Eine ganz normale Pre-Shot-Routine vor dem Schlag also.

In meinen Golf Mental Workshops bringe ich den Golfern eine weitere Pre-Shot-Routine bei. Eine mentale Pre-Shot-Routine. Was ich bei den Profis und den richtig guten Spielern in den Clubs beobachte ist, dass Sie da noch etwas anderes machen zwischen der „üblichen“ Pre-Shot-Routine und dem Schlag des Balles.

Deine neue BRAIN-BOX

Wir können das im TV super bei Jason Day beobachten. Die Phase, in der er seine Augen zu macht und beginnt, mit Visualisierungstechniken sich mental in den richtigen Zustand der Überzeugung seiner Fähigkeiten zu bringen.

Genau diese Phase macht den Unterschied aus. Profis gehen erst an den Ball, wenn sie das richtige GEFÜHL der Überzeugung haben. Letztendlich zielen alle mentalen Techniken aus der Sportpsychologie und dem mentalen Training genau darauf ab.

Teile also deine Schlagvorbereitung in drei Phasen (ich nenne sie BOXEN) ein. Die erste Box ist die STRATEGIE-BOX, was der üblichen Pre-Shot-Routine entspricht. Also Balllage, Wind, Entfernung, Schlägerwahl, etc. Bevor du nun an den Ball gehst, kommt die zweite Box. Die BRAIN-BOX. Das Ziel hierbei ist es, sich mental durch verschiedene Techniken optimal vorzubereiten. Visualisierung, Atemtechnik, Deaktivierung der inneren Stimme, Anker abfeuern, etc.

Erst jetzt, wenn du dich mental überzeugt fühlst, geht es an den Ball. Du richtest dich aus, zoomst das Ziel noch einmal vor deinem geistigen Auge heran und ab geht’s. Diese Box nennt sich PLAY-BOX.

Beginne mal die BRAIN-BOX für dich einzubauen und du wirst schnell feststellen, wie sich die Qualität deiner Schläger erhöht.

Eine kostenlose Checkliste dazu findest du hier: https://www.stefan-kloppe.de/mentale-pre-shot-routine/

#3: Schlechte Schläge schneller verarbeiten

Sich über einen schlechten Schlag ärgern ist wohl einer der Hauptgründe, warum wir auf der Runde den Fokus verlieren und damit (wieder einmal) unter unseren Möglichkeiten bleiben.

Gerade letzte Woche habe ich Jon Rahm bei einem Turnier beobachtet. Er ist ein unglaublich ehrgeiziger Spieler. Was solche Spieler gleich haben ist, dass sie sich nach einem schlechten Schlag richtig ärgern. Schläger werfen inklusive. Was diese Spieler jedoch auch können ist sich recht schnell wieder auf den nächsten Schlag zu konzentrieren.

Natürlich wäre es ideal, dass dieser Ärger nicht mehr hochkommt. Meist ist diese Emotion aufgrund unseres Ehrgeizes und Anspruches sehr tief verwurzelt. Daher hilft es den meisten eine Strategie an die Hand zu bekommen, die diesen Ärger abpuffert und uns hilft sich auf den nächsten Schlag zu konzentrieren. Here we go.

Das kannst du nach einem schlechten Schlag und dem aufkommenden Ärger tun:

 1. Lass den Ärger raus.

Es ist okay sich kurz zu ärgern. Je kreativer du das jedoch machst, desto schneller verfliegt er. Benutze beim nächsten Ärgern bewusst das Wort „unangenehm“. Sage zu dir selbst: „Das ist jetzt aber unangenehm“. Du wirst merken, dass du vielleicht sogar lachen musst.

2. Atme dreimal tief durch

Lass dabei besonders beim Ausatmen alle Luft raus. Du wirst spüren, wie dich besonders das Ausatmen etwas mehr entspannt.

3. Lenke deine Gedanken von deinem Schlag ab

Vielleicht kennst du den Satz: „Where attention goes, energy flows.“ Je mehr wir also über den Schlag nachdenken, desto mehr „Futter“ geben wir der negativen Emotion. Das Erfolgsgeheimnis ist also: Habe einen neuen Fokus. Beobachte deine Flightpartner, schaue dir die Natur an, rede mit deinen Flightpartnern, was auch immer du machst, lenke dich ab.

4. Schwarzbrot mit Salami oder Schokoriegel

Kennst du das Gefühl, wenn du in dein Lieblingsessen hineinbeißt? Was fühlst du? Uns geht es dann einfach richtig gut. Das können wir uns auch auf dem Golfplatz zu Nutze machen. Wie eine echte Geheimwaffe. Du solltest also etwas zu Essen oder zu Trinken dabeihaben, worauf du richtig Lust hast. Was sofort deine Stimmung hebt. Einen Schokoriegel, Gummibärchen, ein Schwarzbrot mit Salami oder was auch immer. Beiß hinein und der Ärger verfliegt.

5. Voller Fokus auf die Pre-Shot-Routine

Beginne mit der neuen Vorbereitung. Nimm dir besonders nach einem Fehlschlag etwas mehr Zeit für deine mentale Pre-Shot-Routine. Visualisiere den Ballflug und das Ziel. Benutze deine Atemtechnik zum Fokussieren einmal mehr, um wirklich bereit und konzentriert für den neuen Schlag zu sein.

Jon Rahm hat übrigens den nächsten Schlag fast eingechippt.

Teil 2 folgt..

Über den Autor

Stefan Kloppe ist SportsMentor & Speaker. Als Golf Mental Experte unterstützt er viele Golferinnen und Golfer dabei, endlich ihr Potential auf der Runde abzurufen und den Score „nach Hause“ zu bringen. Besonders beliebt sind seine Golf Mental Intensiv-Workshops, in denen er allen Teilnehmern die wichtigsten und effektivsten mentalen Techniken für Golfer beibringt. Der leidenschaftliche Golfer & Single Handicapper ist regelmäßig mit Tipps und Strategien im Golf Journal und der Golf Post zu finden.

Mehr Infos erhältst du hier: www.stefan-kloppe.de/mentale-pre-shot-routine

P.S. Hast du Lust Stefan persönlich bei einem Golf Mental Workshop in deinem Club zu treffen, dann besuche mich auf www.stefan-kloppe.de/golf und lade dir den kostenlosen Flyer herunter.

Neue Golfregeln 2019- die wichtigsten Änderungen

2019 treten neue Golfregeln in Kraft und einiges wird sich ändern. Aus 34 werden 24. Und ich muss sagen, die ein oder andere Änderung wird unser Leben auf dem Golfplatz bestimmt erleichtern. In andere, wie z.B. "Ready Golf" werden aus meiner Sicht zu großen Hoffnungen gesetzt. Alles Wichtige dazu findest du in diesem Artikel, plus zu jeder Regeländerung ein Erklär-Bär-Video.

Ich muss sagen, ich bin immer ein Spieler gewesen, der sich darauf verlassen hat, dass er alle Regeln im Falle des Falles im Regelbuch nachlesen kann. Das habe ich zumindest bei der Bundeswehr so gelernt. Dort hieß es immer: „Sie müssen nicht alles wissen, Sie müssen nur wissen, wo es steht.“ Und dazu gibt es Good News. Ab dem 01.01.2019 muss ich nicht mehr 34 Regeln kennen, sondern nur noch 24 bzw. eben wissen, wo sie stehen. Und auch heute bewundere ich noch alle, die sagen können, das und das ist z.B. Regel 25-1. Ich müsste auch jetzt nachgucken, welche Regel es ist:).

Die aus meiner Sicht 5 wichtigsten Golfregeln, die ich in einem meiner älteren Blogbeiträge vorgestellt habe (Diese 5 "alten" Golfregeln hatte ich allerdings „drauf“. Vielleicht, weil ich sie zu häufig selber anwenden musste:)?!), sind aber natürlich auch nicht ganz von den ab 01. Januar 2019 in Kraft tretenden Regeländerungen ausgenommen. Darum möchte ich dir mit diesem Blogbeitrag die wichtigsten Änderungen in den Golfregeln für 2019 vorstellen.

Die neuen Golfregeln 2019

Vieles macht die Anwendung der Golfregeln logischer und zeitgemäßer.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Beschleunigung des Spiels. Wobei ich wirklich skeptisch bin, ob „Ready Golf“ so umgesetzt wird, wie es gedacht ist. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, solange keine Strafschläge für zu langsames Spielen verteilt werden, wird sich gar nichts ändern.

Aber ein grundlegendes Ziel der Änderungen ist: Eine Golfrunde soll zügig gespielt werden und Spaß machen. Und das ist doch ein sinnvolles Ziel!

Hier das Wichtigste im Überblick, wobei ich zu den Punkten Videos eingefügt habe, um für ein noch besseres Verständnis der neuen Regeln zu sorgen.

Des Weiteren bitte ich dich zu beachten, dass zum Droppen, etc. immer der längste Schläger in der Tasche, außer der Putter, benutzt werden soll. Entfernungsmessgeräte sind ab 2019 grundsätzlich erlaubt, es sei denn, sie sind durch die Platzregel verboten.

Darüber hinaus wird eine alternative Form des Zählspiels angeboten, bei der durch die Spielleitung eine maximale Begrenzung für ein zu notierendes Ergebnis je Loch festgelegt werden kann. Das hört sich irgendwie komisch an. Zählspiel und dann doch nicht...:).

Den komplette Youtube Kanal zu den neuen Golfregeln der USGA findest du hier: USGA Youtube Kanal 

Lesestoff und Apps

Natürlich gibt es zu den neuen Regeln auch schon Lesestoff. Zwei Bücher möchte ich dir dabei ganz besonders ans Herz legen und kann dir nur empfehlen, diese immer im Bag dabei zu haben.

Golfregeln kompakt 2019: Der praktische Regelführer zur Verwendung auf dem Platz: https://amzn.to/2yleCBW
Offizielle Golfregeln - Spieleredition: Gültig ab Januar 2019: https://amzn.to/2ylK9DR 

Und für alle Smartphone Fans gibt es von der R&A digitale Unterstützung (allerdings auf Englisch):

  1. Rules of Golf App - iOS: https://itunes.apple.com/ro/app/rules-of-golf-2019/id1435204099?mt=8  
  2. Rules of Golf App – Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.randa.android
  3. Rules of Golf im Web: https://www.randa.org/en/rog/2019/pages/the-rules-of-golf 

Also, freue dich auf das kommende Jahr mit weniger Golfregeln und viel Spaß auf der Runde! Ich bin mir sicher, dass diese Änderungen zu einer wirklichen Vereinfachung des Spiels führen werden. Wobei ich auch, wie schon gesagt, glaube, dass „Ready Golf“ nicht wirklich umgesetzt werden wird, wenn die Spielleitungen das nicht entsprechend konsequent einfordern.

Up & Down

Dein Fabian

*Die beiden Links sind Affiliate Links auf amazon.de. Solltest du über diesen Link eines der Bücher erwerben, erhalte ich eine kleine Provision. 

Bildrechte für das Beitragsbild liegen beim Deutschen Golf Verband e.V., alle Videos vom Youtube Kanal des DGV e.V. bzw. der DGV e.V. golf.de Seite.

So analysierst du deine Golf-Saison

Die Zeitumstellung liegt hinter uns, es ist wieder viel zu früh dunkel und die neue Saison liegt von eine gefühlte Ewigkeit weit weg. Zeit also, einmal die eigene Saison Revue passieren zu lassen und zu schauen, was gut und was evtl. nicht so gut war. Alles, was du dafür brauchst sind

Wenn du heute keine Zeit für diese Analyse hast, dann vereinbare am besten einen Termin mit dir selber. Trage ihn in deinen Kalender ein, damit er verbindlich ist.

GUT, BESSER, WIE

Relativ einfach kannst du deine Saison anhand dieser 3 Fragen analysieren:

  1. Was war GUT?
  2. Was hätte BESSER laufen können?

und mit den Antworten auf Frage Nummer 2, die du in Frage Nummer 3 im Detail beantwortest wird aus der Analyse schon so etwas wie eine Zielvereinbarung für die neue Saison. Denn Frage Nummer 3 lautet:

WIE möchtest du es BESSER machen?

Lass mich einmal auf diese 3 Fragen eingehen:

  1. In Frage Nummer 1 schreibst du die Dinge auf, die in dieser Saison GUT gewesen sind. Das kann so etwas sein, wie „Ich habe mein HCP verbessert“ bis hin zu einem guten Turnier, das du gespielt hast.
  2. Zu Frage Nummer 2 schreibst du einfach nur in Stichpunkten auf, was du hättest BESSER machen können. Z.B. so etwas wie: „Ich hätte mich besser auf meine Turniere vorbereiten sollen“. Und jetzt wird es spannend.
  3. Denn in Nummer 3 schreibst du jetzt im Detail auf, wie du die Punkte aus Frage Nummer 2 besser machen möchtest. Z.B. „Ich möchte in der neuen Saison immer mind. 1 Stunde vor dem Start im Club sein und mich mit diesen konkreten Schritten (hier schreibst du für dich auf, wie deine Vorbereitung konkret aussehen soll) auf das Turnier vorbereiten“. Werde in diesen Punkten so genau wie möglich. Die Antworten, die du dir hier aufschreibst, werden dein Handlungsplan sein, denn du umsetzt.

Diese Analyse wird dir auf jeden Fall helfen, deine vergangene Saison zu analysieren und erste Ziele für das neue Jahr festzulegen. Noch besser ist es natürlich, wenn du die Antworten auf Frage Nummer 2 in Frage Nummer 3 mit Zahlen, Daten und Fakten von deinen Rundenanalysen belegen bzw. für dich ganz klar priorisieren kannst.

Eine andere Art der Analyse

Du kannst deine Saison aber auch wie mein Leser Tobi aus dem Golfclub Dessau analysieren und das fand ich so cool, dass ich dir seine Analyse nicht vorenthalten möchte. Besonders Punkt 17 hat mich zum lachen gebracht.

  1. Wenn Du spielen willst was Du kannst, kannst Du spielen was Du willst.
  2. Wenn Dich Routine langweilt, wechsele die Sportart.
  3. Mit meinem Schwung is es wie mit der Mode. Es gibt kein falsch oder richtig. Was mich gut aussehen lässt, ist die Selbstverständlichkeit mit welcher ich meine ausgewählte Kleidung trage.
  4. Gutes Golf spielen bewegt sich zwischen Verstehen und wieder Vergessen.
  5. Das was passiert, wenn Du Golf spielst, ist weniger Zufall. Es ist eher das Zurückwerfen von Wellen an einer Grenzfläche. (Quelle: Wikipedia zu Reflexion)
  6. Wenn Dein HC deutlich besser ist als dein durchschnittliches Spiel, pass auf dass Du nicht zur Person im Zug wirst, die plötzlich auf der Heimreise anfängt zu rennen, um eher zum Ziel zu gelangen. ( Quelle: Anlehnung an Golf im Zeichen des Zen - Christopher G. Hamilton)
  7. Wenn Du ein Rückschritt nicht als Fortschritt ansiehst, stehst Du ganz nah davor, Dein bestes Golf bereits gespielt zu haben.
  8. Sobald Du ein Gefühl der Angst vor dem kurzen/"wichtigen" Putt verspürst, hebe den Ball auf und streiche das Loch. Handelst Du konsequent, wirst Du bald feststellen, wie die Angst geht und die Freude den cCutch - Putt spielen zu dürfen, kommt.
  9. Spiel mit statt gegen.
  10. Ein Pro ist genau so oft wie Du in „uggly zones“. Nur er hat es geübt darin zu sein.
  11. Von Demut spricht nur der Hochmütige. Der Respektvolle akzeptiert.
  12. Wer immer wieder davon spricht, das er eigentlich gut spielt, aber sein einziges Problem die Konstanz ist, sollte sich Gedanken über die Bedeutung der Worte eigentlich, einzig und gut machen.
  13. Ein Birdie wiegt kein Double Bogey auf.
  14. Es gibt keinen treueren Freund als den Gegenwind.
  15. Wer nie auf eine Range stand und geweint hat, kann nicht nachempfinden, wie sich ein solider Schlag für mich anfühlt.
  16. Mein bestes Golf spielte ich in der Zukunft.
  17. Die Absurdität meiner golferischen Unternehmung verstand ich, als ich rückblickend in meinem Tagebuch las: 20.02.2018 - kein Wind - 2 ° Celsius - alle Eisen funktionieren.
  18. Du willst Dein HC auf dem BvM Platz im Golfclub Hameln verbessern und benötigst statt 3 Spielrunden insgesamt 22 Jahre, 3 Monate und 6 Tage (Quelle wird aus Respekt vor der aufgebrachten Geduld dieses Mentalitätsmonsters nicht geleakt).

Ich bin gespannt auf deine Rundenanalyse. Poste sie gerne unter diesen Blogartikel als Kommentar und lass uns wissen, was GUT bei dir gewesen ist, was du BESSER machen möchtest und vor allem WIE dein Plan dafür aussieht! 

Up & Down

Dein Fabian

PS: Übrigens kannst du so auch jedes Turnier, jede Runde und jedes Training nach und vorbereiten. Frage dich einfach immer GUT/ BESSER/ WIE? Die Antworten werden dir zeigen, was zu tun ist.